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Was tun in Grenzfällen bzgl. der richtigen Größe?
Die Altersgrenzen bzw. Richtwerte zur Körpergröße des Kindes sind sicher keine strikten Gesetze. Jedes Kind ist einzeln zu betrachten. Ist eine “ererbte” Vorgänger-Gitarre vorhanden, sollte es kein Problem sein, die richtige Größe der neuen Gitarre zu bestimmen. Eventuell kann auch eine Größe übersprungen werden. Insbesondere die 7/8-Größe (62cm Mensur) liegt schon so dicht an der “ausgewachsenen” 4/4 Konzertgitarre (65cm Mensur), dass sie von etlichen Herstellern gar nicht angeboten wird.
Die meisten problematischen Grenzfälle schafft der Kauf der ersten Einsteiger-Gitarre. Die Art der Gitarrenmusik, die erlernt und gespielt werden soll, ist hierbei ganz wichtig. In einem Gitarrenchor wird der gesangliche Vortrag auf der Gitarre begleitet. Hier ist zunächst keine übermäßige Finger-Virtuosität erforderlich. Im Zweifelsfall kann also das größere Modell (z. B. 3/4) gewählt werden. Das Spielen klassischer Gitarrenmusik dagegen verlangt regelmäßig größere Spreizungen der Finger der Greifhand. Hier sollte im Zweifelsfall dem kleineren Gitarrenmodell (z. B. 1/2) der Vorzug gegeben werden.
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